Daten für Forschungsprojekte

Wie anfragen und beziehen?

Die Nutzbarmachung der Daten aus der klinischen Routine für die Forschung ist ein zentrales Thema in der Arbeit des Departements Klinische Forschung (DKF). In Zusammenarbeit mit der Abteilung Forschung und Analyse-Services des Ressorts Digitalisierung & ICT unter der Leitung von Dr. med. Bram Stieltjes, PhD am Universitätsspital Basel (USB) wurden Strukturen entwickelt, die den Zugang zu relevanten Patientendaten für die Forschungsgemeinschaft heute ermöglichen.

Datenpakete

Gemeinsames Vorgehen
Anfragen für Daten zur Nutzung in Forschungsprojekten, die unter das Humanforschungsgesetz fallen, können einfach und online über das DKF-Kontaktformular gestellt werden. Forschende, ICT-Mitarbeitende und Beratungsfachleute des DKF sitzen im Anschluss gemeinsam am Tisch, um abzuklären, ob die gewünschten Daten vorliegen, und ob mit diesen das Forschungsvorhaben erfolgreich durchgeführt werden kann. Dazu gehört auch eine Einschätzung über die Kategorie, in die das Projekt laut Humanforschungsgesetz fallen würde.

Diese Kategorisierung ist wichtig, um daraus die nötigen rechtlichen und ethischen Abklärungen abzuleiten. Dabei stellt sich das Beratungsteam drei Kernfragen:

  1. Wird ein Ethikvotum benötigt, beziehungsweise liegt es bereits vor?
  2. Liegt für die angefragten Daten eine Einwilligung der Patientinnen und Patienten vor (zum Beispiel in Form des Generalkonsents)?
  3. Wie wird die Datenherausgabe rechtlich abgesichert (zum Beispiel durch eine Datennutzungserklärung)?

Wenn diese Punkte abgeklärt wurden, können den Forschenden valide Datenpakete zur Verfügung gestellt werden. Mit diesem Vorgehen soll sichergestellt werden, dass Forschende am USB mithilfe von Daten aus klinischen Routineuntersuchungen möglichst effizient Antworten auf dringende und patientenrelevante Forschungsfragen finden können.


Departement Klinische Forschung, Januar 2020