17. Februar 2026
In vielen ländlichen Regionen Afrikas bleibt Bluthochdruck oft unbehandelt. Eine neue Studie zeigt nun, dass geschulte Laien aus der Dorfgemeinschaft Menschen mit Bluthochdruck wirksam und sicher betreuen können – unterstützt durch eine digitale Entscheidungs-App. Die Ergebnisse wurden in Nature Medicine veröffentlicht.
Laienversorgung übertrifft Standardbehandlung
In der Studie, durchgeführt von Erstautor Dr. Felix Gerber unter Leitung von DKF Co-Leiter und Forschungsgruppenleiter Prof. Dr. Niklaus Labhardt (Klinische Epidemiologie, DKF), gemeinsam mit der Schweizer NGOSolidarmed im Rahmen des Forschungsprogramms ComBaCaL testeten 103 Laienhelferinnen und Laienhelfer mehr als 6'600 Personen in ihren Dörfern auf Bluthochdruck. Diagnostizierte Patientinnen und Patienten wurden direkt vor Ort nach klaren Behandlungsprotokollen betreut. Die Studienresultate zeigen:
Somit können mit kurzer Ausbildung und digitaler Unterstützung Laien in abgelegenen Gebieten entscheidend zur Versorgung beitragen.
Bedeutung über Lesotho hinaus
Die Studie liefert wichtige Evidenz für den sogenannten «Task Shifting»-Ansatz in Regionen mit Fachkräftemangel. Als nächstes wird das Forschungsteam die Kostenwirksamkeit des Modells untersuchen.

Leitung
Prof. Dr. med. Niklaus Labhardt und Dr. med. Alain Amstutz, Klinische Epidemiologie, Departement Klinische Forschung, Universität Basel und Universitätsspital Basel
Studiendesign
Cluster-randomisiert-kontrollierte Studie
Studienort
103 ländliche Dörfer in Lesotho
Teilnehmende
547 Erwachsene mit Bluthochdruck
Zur Originalpublikation
Lay community health worker-led care with mobile decision support for uncontrolled hypertension: a cluster-randomized trial. Gerber et al., Nat Med. 2026 Feb 12. doi: 10.1038/s41591-026-04208-w.
Weitere Informationen
Vollständige Pressemitteilung auf der Website der Universität Basel