1. September 2026

Forschende an Basler Hochschuleinrichtungen und am Universitätsspital Basel sollen bald Zugang zu einem neuen Förderinstrument erhalten: Im Rahmen des Basler Standortpakets stellt der Kanton Basel-Stadt künftig jährlich 15 Millionen Franken für Forschungskooperationen im Bereich Life Sciences zur Verfügung.

Gefördert werden Projekte, die akademische Forschungseinrichtungen mit steuerpflichtigen Industriepartnern zusammenbringen und einen gesellschaftlichen Nutzen über die Landesgrenzen hinaus entfalten.

Chance für nicht-kommerzielle Forschungseinrichtungen

Im Rahmen des Basler Standortpakets werden ab 2027 jährlich 15 Millionen Franken für Forschungskooperationen im Bereich Life Sciences bereitgestellt. Finanziert wird dies aus den Mehreinnahmen der OECD-Mindestbesteuerung.

Für Forschende an universitären Spitälern und Kliniken, Forschungseinrichtungen und Hochschulen eröffnet sich damit eine attraktive Möglichkeit, zusätzliche Drittmittel für innovative Kooperationsprojekte einzuwerben. Im Fokus stehen Projekte aus den Bereichen Global Health und risikobehaftete Märkte. Die Projekte sollen einen Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlergehen der Bevölkerung leisten.

Zusammenarbeit mit Industriepartnern als Voraussetzung

Eine zentrale Bedingung des Förderinstruments ist die Zusammenarbeit mit einem im Kanton Basel-Stadt steuerpflichtigen forschungsaktiven Industriepartner. Gesuche müssen gemeinsam von Forschungs- und Industriepartnern eingereicht werden.

Voraussetzung ist, dass die Forschungskooperationen einen globalen gesellschaftlichen Nutzen anstreben und zur Gesundheit und zum Wohlergehen der Bevölkerung beitragen. Förderfähig sind zudem Proof-of-Concept-Projekte für neue Technologien sowie Capacity-Building-Aktivitäten in Zukunftstechnologien, sofern sie einen Bezug zu den thematischen Schwerpunkten aufweisen.

Jetzt geeignete Partnerschaften prüfen

Der Forschungsbeirat erarbeitet derzeit die Details des Förderprogramms. Die erste Ausschreibung wird voraussichtlich Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 veröffentlicht. Forschende sollten bereits jetzt potenzielle Industriepartner identifizieren und gemeinsame Projektideen entwickeln. Das DKF informiert laufend über neue Entwicklungen.

Ansicht vom Basler Münster

Basler Standortförderung

Förderbereich Forschungskooperation Life Sciences

Förderberechtigt

  • Hochschulen mit Standort im Kanton Basel-Stadt oder mit kantonaler Trägerschaft
  • Forschungseinrichtungen mit kantonaler Trägerschaft
  • Universitätsspitäler und Kliniken mit Sitz und Standort im Kanton Basel-Stadt
  • nicht-kommerzielle Forschungseinrichtungen mit Standort im Kanton Basel-Stadt, mitgegründet oder mitfinanziert von einer Hochschule und einer Hochschulbindung
  • Gesuche sind von den Forschungs- und Industriepartnern gemeinsam einzureichen. Der Industriepartner muss eine gemäss § 5d StaföG steuerpflichtige juristische Person sein.

Fördervoraussetzungen

  • Globaler gesellschaftlicher Nutzen: Wirkung, Gültigkeit oder Relevanz der Forschungserkenntnisse, die über nationale und regionale Grenzen hinausgehen und die Bevölkerung weltweit betreffen oder potenziell betreffen können
  • Thematische Schwerpunkte:  Projekte in den beiden Schwerpunkten «Global Health» und «Risikobehaftete Märkte»
  • Ergänzende Querschnittsfelder: Proof-of-Concept-Projekte für neue Technologien sowie Projekte für Capacity Building in Zukunftstechnologien mit unmittelbarem Bezug in einem der Schwerpunkte

Fördervolumen

  • Insgesamt 15 Millionen Franken pro Jahr

Zeitplan

  • Die erste Ausschreibung wird voraussichtlich Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 veröffentlicht.
Nach oben