Lungengewebe schonen durch dickflüssigere Nahrung

Die RELIEF-Studie untersucht den Einfluss vor Flüssigkeitszufuhr auf die Lungenentwicklung von Frühgeborenen.

Hintergrund

Die Lungen von frühgeborenen Babys sind äusserst fragil. Jedes fünfte Baby entwickelt bronchopulmonale Dysplasie,eine chronische Lungenerkrankung. Die Menge an Flüssigkeitszufuhr könnte einen Einfluss auf die Entwicklung solcher Lungenkomplikationen haben, da die Blutgefässe in den unreifen Lungen der Frühgeborenen noch durchlässig sind. Zu viel Flüssigkeitsgabe könnte das Lungengewebe schädigen. Für eine klare Behandlungsempfehlung fehlt derzeit allerdings noch ausreichende Evidenz.

Ziel

Diese Studie untersucht, ob eine eingeschränkte Flüssigkeitszufuhr (135 ± 5 mL/kg/d) im Vergleich zu liberaler Flüssigkeitszufuhr (165 ± 5 mL/kg/d) die Häufigkeit von bronchopulmonaler Dysplasie oder Tod vor dem postmenstruellen Alter von 36 Wochen bei frühgeborenen Babys (vor der 30 Schwangerschaftswoche) reduziert.

Studienmethodik

Pragmatische, open-label, Cluster-randomisierte, Cross-over-Studie

RELIEF-Studie

Restricted versus liberal fluid intake for prevention of bronchopulmonary dysplasia - a cluster-randomised multiple period cross-over trial


Studienleitung
Prof. Sven Schulzke, Chefarzt Neonatologie, Universitäts-Kinderspital beider Basel

Geplante Anzahl Teilnehmende
700

Geplante Anzahl Studienzentren
9 in der Schweiz

Studiendesign
Pragmatische, open-label, Cluster-randomisierte, Cross-over-Studie

Laufzeit
5 Jahre

DKF-Scientific Services
Projektmanagement, Data Management, Regulatorik, Monitoring


Führt dickflüssigere Nahrung zu weniger Lungenkomplikationen bei Frühgeborenen?


Bedeutung der Studie

Chronische Lungenschädigung infolge Sauerstofftherapie, Beatmung, Entzündung und suboptimaler Ernährung beeinträchtigt das Leben vieler Frühgeborener langfristig. Diese Studie soll zeigen, ob Flüssigkeitsrestriktion in den ersten Lebenswochen einen entscheidenden Beitrag zur Prävention von Lungenkomplikationen beitragen kann.

März 2026

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