SMSC - Swiss Multiple Sclerosis Cohort

Die Schweizerische MS-Kohorte pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem DKF. Dieses betreibt das Datenzentrum und beteiligt sich mit zahlreichen Services an die Planung und Auswertung der integrierten Forschungsprojekte.

Diese nationale Kohorte ist eine der grössten Datenbanken für klinische Forschung zu Multipler Sklerose (MS) in Europa und Nordamerika. Sie wurde 2012 ins Leben gerufen und hat zum Ziel die Mechanismen der MS-Erkrankung besser zu verstehen. Dafür werden  Langzeitbeobachtungen von klinischen, MRT- und Biomarker-Parametern angestellt und ausgewertet. Der Fokus der Forschenden liegt dabei auf der Entwicklung klinisch anwendbarer diagnostischer und therapeutischer Verfahren für eine verbesserte medizinische Behandlung der direkt Betroffenen im klinischen Alltag.

Translantionale MS-Forschung

Der Forschungsschwerpunkt der SMSC liegt in der Entwicklung von Biomarkern für Diagnose, Prognose und Thearpiewahl bei MS. So konnte beispielsweise NfL (Neurofilament light chain), ein Bestandteil des neuronalen Zytoskeletts, als sensitiver Marker für den Aktivitätsstatus von MS etabliert werden (Serum Neurofilament Light Chain Reference App).

Konventionelle und "next generation" MRI-Messungen tragen zusammen mit Labor- und digitalen Biomarkern dazu bei, dass die Behandlungsoptionen bei MS zunehmend personalisiert werden können. Die Arbeitsgruppe hat dabei eine führende Rolle bei der Etablierung von GFAP (Glial Fibrillary Acidic Protein) als ersten prognostischen Serummarker für Krankheitsprogression übernommen (Serum Glial Fibrillary Acidic Protein (GFAP) Reference App) und sucht mit modernsten Methoden nach weiteren Biomarkern. Die SMSC versteht Forschung als translationalen Prozess - von der Entdeckung neuer Biomarker bis zu deren klinischer Implementierung.

Landkarte

Eckdaten

Stand 18. März 2026
(aktiv rekrutierend)

Zentren
8 (Aarau, Basel (Datenzentrum), Bern, Genf, Lausanne, Lugano, St. Gallen, Zürich)

Datenlage
- 2178 Patientinnen und Patienten
- 18'686 Visiten (medianes Follow-up: 6 Jahre)
- mehr als 93% Visiten mit Entnahme von Proben
- 15'644 NfL- und GFAP-Messungen
- 790 dokumentierte prospektive Schübe
- 12'610 standardisierte und evaluierte MRI-Untersuchungen des Gehirns
- 421'450 biologische Proben

Vom DKF unterstützt durch
Statistik, Regulatorik, Datenzentrum, Data Science, Monitoring

Folgende Forschungsthemen werden derzeit im Rahmen der SMSC bearbeitet:

  • Neurofilament (NfL) levels in health and disease
  • Measure of progression in MS
  • Immunoglobulin synthesis in the cerebrospinal fluid and its association with MS disease severity
  • MS treatment during pregnancy
  • Associations between MRI biomarkers, clinical endpoints and NfL
  • Extensive biomarker profiling in extreme phenotypes
  • Development and validation of blood GFAP as measure of disease activity
  • Value of evoked potentials in progressive MS
  • Disease severity and immune response against Covid-19
  • Digital biomarkers

Eine Kohortenstudie lebt von der Zusammenarbeit. Ohne die aktive Mitarbeit der beteiligten MS-Zentren mit engagiertem ärztlichem und pflegerischem Personal, das sich für die Forschung einsetzt, würden wir nicht so viele Patientinnen und Patienten rekrutieren und nachverfolgen können. Essentiell ist natürlich auch das gute Funktionieren des Datenzentrums.

Jens Kuhle, Leiter SMSC

Eingeworbene Drittmittel

Kontakt

Leiter Swiss MS Cohort

Prof. Dr.med. Jens Kuhle

Leitender Arzt Neurologie und Leiter MS Zentrum, Universitätsspital Basel
Forschungsgruppenleiter, Departement Klinische Forschung, Universität Basel

E-Mail

Datenzentrum / Unterstützung DKF

Pascal Benkert, PhD

Senior Data Scientist, Departement Klinische Forschung, Universität Basel

E-Mail

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